Porträt

Der Luzerner Chor molto cantabile wurde 2003 gegründet und steht heute unter der Leitung des jungen Dirigenten Andreas Felber. Der 30-köpfige Chor mit mehrheitlich jungen Stimmen zeichnet sich vor allem durch seine innovativen Projekte und seine hohe Qualität aus. Er ist fester Bestandteil der Luzerner Chorlandschaft und hat bereits zahlreiche Wettbewerbserfolge gefeiert, so etwa am «Europäischen Musikfestival für die Jugend» in Neerpelt (2004), am Schweizerischen Chorwettbewerb (2005), beim «Internationalen Chorwettbewerb» in Spittal an der Drau (2008)
oder bei der internationalen Kammerchor-Konkurrenz in Marktoberdorf (2011).

molto cantabile betreibt eine rege Auftrittstätigkeit und veranstaltet regelmässig eigene Konzerte. In seinen eigenen Konzerten legt der Chor grossen Wert darauf, seinem Publikum besondere Erlebnisse zu bieten. Dazu gehören u.a. Konzerte an aussergewöhnlichen Orten oder die Kombinationen mit Videoprojektionen, sowie filmischen oder grafischen Elementen, welche die dargebotene A-Cappella-Musik ergänzen. Aus der jüngeren Geschichte des Vereins ist in diesem Zusammenhang das Projekt «überleben» (April 2016) zu nennen, in dem der Chor zusammen mit dem Tonkünstler Tomek Kolczynski in der Zivilschutzanlage Sonnenberg in Luzern eine installative Performance gestaltet hat. Hervorzuheben sind ausserdem die A-Cappella-Konzertprogramme «mystisch hören» 2006, «einklang» 2009, die Weihnachtsprogramme «wunschlos glücklich» 2010, «wunschlos glücklicher» 2011 und «vorfreude» 2016, sowie die erfolgreichen Konzerte «übernacht» im November 2012, «feierwerk» (2013), «aufbruch» im April/Mai 2015 und «heimat» im Dezember 2015. Ein besonderer Höhepunkt in der Geschichte des Luzerner Ensembles bildete das Konzert «erahnt» (Oktober 2014), bei dem molto cantabile zum ersten Mal ein eigenes Konzert im KKL Luzern veranstaltet hat. Aufgeführt wurde unter anderem eine Auftragskomposition des Zugers Carl Rütti.

Auch im Ausland präsentierte molto cantabile bereits mehrmals seine Konzertprogramme. Im April 2012 folgten die Sängerinnen und Sänger einer Einladung des berühmten amerikanischen Komponisten und Dirigenten Eric Whitacre in die Carnegie Hall nach New York. Im selben Jahr konzertierte molto cantabile zudem am 3. Europäischen Chorfest «Canta Sacra» in Wolfenbüttel (D). 2013 folgte die zweite Zusammenarbeit mit Eric Whitacre bei einem Auftritt an der Schlussveranstaltung des WEF in Davos. Im Sommer 2015 organisierte molto cantabile seine erste Tournee. Während zwei Wochen trat das Ensemble in verschiedenen Städten in Tschechien, Polen, Ungarn und Slowenien auf.

Immer wieder tritt molto cantabile auch zusammen mit anderen Ensembles aus Luzern oder anderen Schweizer Städten auf (u.a. «anderswo» 2017, «zwischenwelten» 2010, «In Paradisum» 2007) und ist in diesem Rahmen auch an Werkuraufführungen beteiligt (u.a. Mahomets Gesang 2014, Mater Aeterna 2008, Inspired! 2009). Eine Zusammenarbeit mit dem Ensemble Collegium Vocale zur Franziskanern und des Orchesters der LUCERNE FESTVIAL ACADEMY ermöglichte molto cantabile im August 2012 den ersten Auftritt im Rahmen des heimischen LUCERNE FESTIVAL. Im Herbst 2013 organisierte molto cantabile zusammen mit drei anderen Luzerner Gesangsensembles das Britten Chor Festival Luzern zum 100. Geburtstag des englischen Komponisten Benjamin Britten. molto cantabile trat mit einem eigenen Konzertprogramm zusammen mit dem Orchester Camerata Musica Luzern auf und wirkte zudem am gemeinsamen Schlusskonzert im KKL mit. Gemeinsame Projekte der jüngeren Vergangenheit führte der Chor zudem mit dem Zentralschweizer Jugendsinfonieorchester (ZJSO) und den Festival Strings Lucerne durch.

Seit 2017 arbeitet molto cantabile mit dem Chansonier Stephan Eicher zusammen. Das Ensemble war bei Eichers Buch- und CD-Projekt SONG BOOK, das in Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller Martin Suter entstanden ist, beteiligt und wirkt regelmässig bei Konzerten von verschiedenen Formationen Eichers mit.

Aus dem Schaffen von molto cantabile sind diverse CDs und Videos entstanden; dazu gehören Live-Mitschnitte von Konzerten (u.a. «übernacht», «aufbruch») oder CD-Produktionen (u.a. «heimat», «mystisch hören»). Ausserdem hat der Filmemacher Christian Felber den Chor bei diversen Projekten mit der Kamera begleitet; daraus entstanden sind zahlreiche YouTube-Videos (u.a. «überleben» (2016) und «klangbild», ein Film über das Singen im Chor).

Der Verein ist bestrebt, sowohl musikalisch als auch organisatorisch eine hohe Qualität zu erreichen. Nebst der professionellen musikalischen Leitung von Andreas Felber und Benjamin Rapp (zweiter Dirigent) unterstützt die Luzerner Sängerin Madelaine Wibom das Ensemble als Stimmbildnerin.

molto cantabile ist Mitglied beim Verband ChöreInnerSchweiz (CIS), der Schweizerischen Chorvereinigung (SCV) und der Schweizerischen Föderation Europa Cantat (SFEC).